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Web Hosting vom IT Systemhaus – Für wen lohnt sich was?

Filed in News by on 18. Dezember 2016 0 Comments

Wer eine Webseite, einen Blog oder ein Forum betreiben möchte, benötigt in der Regel einen Server, wenn sich keine Cloud- oder Cluster-Lösung eignet. Dabei sollte genau überlegt werden, welche Variante gewählt wird. Zur Auswahl stehen Server, die im eigenen Unternehmen betrieben und meist von einem IT Systemhaus konfiguriert werden, sogenannte Root Server, und Server von externen Unternehmen, die Managed Server. Je nach Größe des Projektes oder des Unternehmens gibt es zahlreiche Vor- und Nachteile der beiden Lösungen.

Root Server vs. Externer Server

Beide Möglichkeiten bieten sowohl Vor- als auch Nachteile. (Wer nochmal eine genaue Definition zum Thema Hosting benötigt, kann sich auch hier belesen.) Managed Server bieten den Vorteil, dass sie Tag und Nacht am Netz sind und so die Angebote jederzeit genutzt werden können. Die Anbieter leisten zudem schnellen und professionellen Support, wenn es zu Problemen kommen sollte. Hierfür ist eine Beaufragung eines IT Systemhauses nicht notwendig. Die Ausfallzeiten bei Managed Servern bei großen Hostern bleiben daher zumeist gering. Der Blog, das Forum und der Shop bleiben zuverlässig 24/7 online. Der Nachteil ist, dass in diesem Fall Mehrkosten auf den Nutzer zukommen.

Was Experten dazu sagen:

„Managed Server sind vor allem für Unternehmen relevant, die darauf angewiesen sind, dass ihre Website rund um die Uhr erreichbar ist. Online-Shops, Buchungssysteme und Websites mit sehr hohem Traffic sollten immer auf einem zuverlässigen Server liegen.“, sagt Lars Heymeier des Hamburger IT Systemhauses mit Cloud-Kompetenz SENTINEL.

Root Server sind sehr flexibel, nicht zuletzt, da in diesem Fall Kosten für Serviceleistungen vermieden werden, die gar nicht benötigt werden. Der Nachteil ist, dass umfassende IT-Kenntnisse benötigt werden, um einen Root-Server zu betreiben. Probleme durch Hacker oder Viren treten schnell(er) auf. Hinzu kommt, dass der Server einen geeigneten kühlen Raum zum Betrieb benötigt.

Den Umfang des Projekts analysieren

Vor der Wahl des richtigen Servers ist es wichtig, zunächst einmal die Größe des Projektes zu hinterfragen. Für einen einfachen Blog oder ein Forum kann in der Regel bei Managed Servern in der Basis angefangen werden ohne gleich Gebrauch von einem professionellen IT Systemhaus zu machen. Es ist wenig Arbeit für den Support notwendig, die Speicherplätze reichen zumeist aus. Dies gilt allerdings nur für Inhalte, die vorrangig Texte publizieren. Bei einem Shop inklusive Warenwirtschaft sollte darauf geachtet werden, dass die Leistung im Tarif ausreichend ist, um auch einen nicht erwarteten Besucheransturm zu verarbeiten.

Bilder, Flashs und Videos nehmen schnell den angebotenen Speicherplatz ein. Auch die angebotenen Domains und Postfächer stoßen schnell an ihre Grenzen. Bei größeren Shops sollte daher im Vorfeld überlegt werden, welche Kosten für Managed Server kalkuliert werden sollten oder ob sich nicht eher ein Root Server lohnt. Das Hosting wird entweder Inhouse oder von einem professionellen IT Systemhaus umgesetzt und optimal auf die Anforderungen des Unternehmens angepasst. Hardware und Software können individuell gestaltet werden.

Support: Anbieter vs. IT Systemhaus

Managed Server sind in der Regel sehr zuverlässig. Es kann jedoch auch zu Ausfällen der Servertätigkeit kommen. In diesem Fall ist man auf externen Support angewiesen. Diese Hilfe ist allerdings nicht bei allen Anbietern gleich. Daher lohnt sich ein Überblick über die Ausfallzeiten der jeweiligen Anbieter. Um das Risiko von Ausfallzeiten zu minimieren, ist eine Lösung per Root Server Inhouse empfehlenswert. Hierbei sollten allerdings kompetente IT-Spezialisten von einem IT Systemhaus ebenfalls vor Ort sein. Daher lohnt sich diese Lösung vorrangig für größere Unternehmen.

Sicherheit und Leistung

Gerade für Unternehmen ist die Frage der Sicherheit und der Leistung wichtig. In diesem Fall sind interne Server von hoher Relevanz, da diese nicht mit anderen Nutzern geteilt werden müssen und so rund um die Uhr die volle Leistungsfähigkeit bieten. Bei Managed Servern ist das Risiko zudem größer, gehackt zu werden, ohne es zu merken. Dies muss nicht einmal auf dem eigenen Account geschehen. Da sich beim geteilten Hosting alle Nutzer die gleiche IP teilen, können auch andere Websites gehackt werden, wodurch die eigene Reputation leidet und auch die Suchmaschinen schnell den Stecker ziehen.

Über 

Thilo ist Apple-Fan und Gründer von Techdiary.de. Als technikbegeisterter Blogger ist er immer engagiert, wenn es um Smartphones, Tablets, Gaming und Co. geht. Nebenbei schreibt er auch für andere Online-Magazine.

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