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Was sind eigentlich Phablets und worauf sollte man beim Kauf achten?

Filed in Android, Hardware, Smartphones, Tablets by on 7. August 2014 0 Comments

Die moderne Technik lässt kaum eine Verbesserung aus. Dank dieser Tatsache bietet der Markt unzählige Tablet-, Smartphone oder auch Notebook-Varianten. Was lange Zeit fehlte war jedoch ein Gerät, das die Vorteile von Smartphone und Tablet gekonnt zusammenfasst und daher sowohl die Büroarbeit als auch die Eigenschaften eines Smartphones in sich vereint. Diese Lücke schließt das Phablet, das auch unter der Bezeichnung Smartlet bekannt ist und auf den ersten Blick bereits durch seine ideale Bildschirmgröße auffällt.

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Das Samsung Galaxy Note 3 NEO

Mit durchschnittlich 5 Zoll liegt diese Neuentwicklung exakt zwischen den üblichen Durchschnittsgrößen seiner Vorbilder Smartphone und Tablet. Das Multifunktionstalent trumpft mit einem großzügigeren Display auf als das Smartphone, das eine durchschnittliche Bildschirmgröße von 4,2 Zoll mitbringt. So sind Büroarbeiten jeglicher Art, wie etwa das Erstellen und Betrachten von Dokumenten kein Problem mehr. Gleichzeitig ist es jedoch kleiner, leichter und handlicher als das Tablet, sodass die Bedienerfreundlichkeit des Geräts erhalten bleibt. Telefonieren, das Schreiben von Nachrichten und das mobile Surfen sind ebenso möglich wie typisch computerspezifische Arbeitsschritte.

Der Erstversuch: das Galaxy Note von Samsung

Samsung wagte im Jahr 2011 den ersten Versuch in Richtung Phablet und brachte das übergroße Smartphone Galaxy Note auf den Markt. Damals noch kritisch beäugt sprachen die Verkaufszahlen jedoch eine klare Sprache: Das Galaxy Note sowie der Nachfolger Galaxy Note 2 verkauften sich überraschend gut. Mit diesem Erfolg rückte die Idee des XXL-Smartphones auch in den Fokus anderer Hersteller, die daraufhin ebenfalls die Lücke ihrer Sortimente, die zwischen Smartphones und Tablets klaffte, schlossen.

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Das Xperia Z Ultra

Das Phablet als echte Alternative zu Tablet und Smartphone

Die Kombination aus Smartphone- und Tableteigenschaften bietet die perfekte Alternative zum ständigen Wechsel zwischen beiden Geräten. Das Phablet bietet ein Höchstmaß an Flexibilität. Dazu zählt auch die Akkulaufzeit, die in der Regel wesentlich länger ist als die eines Smartphones. Insbesondere für Viel-Surfer bietet das leistungsstarke Phablet also eine gute Option zum kleineren Smartphone. Auch das Handling des Phablets ist ein klarer Pluspunkt, insbesondere im direkten Vergleich zum größeren Tablet. Diese sind oft sowohl sperrig als auch relativ schwer, was die Alltagstauglichkeit enorm einschränkt. Davon abgesehen liegt der gravierendste Unterschied zum Tablet jedoch darin, dass mit dem Phablet auch telefoniert werden kann.

Für wen ergibt die Anschaffung eines Phablets Sinn?

Vor allem diejenigen, die sowohl mit Smartphone als auch mit dem Tablet arbeiten, finden im Phablet die ideale Kombination beider Geräte. Auch wer sich bei der Anschaffung für den Privatgebrauch schwer zwischen den beiden Einzelgeräten entscheiden kann, könnte mit dem Phablet dieses Problem lösen. In jedem Fall ist das Phablet die ideale Lösung für alle, die weder auf die Eigenschaften eines Smartphones, noch auf die eines Tablets verzichten möchten.

Welches Phablet ist für welchen Typ geeignet?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es wohl nicht, denn jedes Phablet wird anderen Ansprüchen gerecht und bringt andere Eigenschaften mit. Wie bei jeder Neuanschaffung im Elektronikbereich sollte sich der Interessierte daher vorab darüber klar werden, welche Aspekte für ihn persönlich besonders wichtig sind. Tatsächlich sind sich die aktuell auf dem Markt erhältlichen Modelle jedoch relativ ähnlich und unterscheiden sich nur nuanciell. Auch die Preisspanne gleichklassiger Geräte ist überschaubar. In aller Regel unterscheiden sich kostspieligere Geräte vor allem in Anbetracht der Performance und entsprechend besserer Hardware von günstigeren Modellen. Einsteigermodelle sind bereits ab einem Preis von etwa 200 Euro erhältlich, während für Modelle namenhafter Hersteller mit höherer Leistung durchaus auch mehr als 500 Euro kalkuliert werden können. Hier entscheiden vor allem die persönlichen Prioritäten über Preis und Leistung des Modells. Tatsächlich kostet der Durchschnitt der Minitablets nicht wesentlich mehr, als die zierlicheren Smartphones.

Neben der Preis- und Leistungsfrage müssen sich Interessierte auch mit den Bedienungsvarianten auseinandersetzen. Die Variante mit Bedienungsstift hält die Möglichkeit bereit, handschriftliche Notizen, Dokumente oder Zeichnungen anzufertigen. Dazu wird ein sogenannter Pen mitgeliefert. Hier findet ihr eine Übersicht von Phablets im Test.

LG Optimus G Pro 2

LG Optimus G Pro 2

Worauf sollte bei der Phablet-Auswahl geachtet werden?

Die technischen Eigenschaften des Geräts sollten ebenso im Fokus stehen wie das Betriebssystem, das Format des Displays und die Handlichkeit des Geräts. Ein gut ausgestattetes Phablet bringt im Idealfall einen leistungsfähigen Prozessor, eine starke Akkuleistung von mindestens 2.000 mAh sowie ein Touchscreen mit HD-Auflösung mit. Ebenfalls empfehlenswert sind Modelle mit wenigstens zwei, besser vier, Rechenkernen. Der Arbeitsspeicher sollte mindestens zwei Gigabyte aufweisen und der interne Speicher sollte im Minimum acht Gigabyte für Spiele und Apps bereithalten. Hier gilt, je größer der Speicher, desto besser.

Damit das Handling stimmt und das XXL-Smartphone tatsächlich zum angenehmen Begleiter und Arbeitsgerät wird, sollten sich interessierte nicht allein auf Größenangaben verlassen. Die Proportionen variieren hier stark und hängen weniger vom Display als vom Gehäuse ab.

Große Auswahl füllt die Marktlücke

Während das Galaxy Note einst den Phablet-Markt begründete, bietet der Handel mittlerweile eine umfangreiche Auswahl. Namenhafte Hersteller haben diese ehemalige Nische ebenfalls gefüllt und trumpfen mit immer neuen Modellen und Varianten auf. Samsung gehört jedoch, nicht zuletzt dank des Galaxy Note 3 und des Galaxy Note 3 Neo, nach wie vor zu den Platzhirschen, wenn es um ein gutes Preis-, Leistungs- und Handlings-Verhältniss geht. Das Modell Optimus G Pro des Herstellers LG kann sich ebenfalls bei den Galaxy Notes einreihen, doch große Teile der restlichen Konkurrenz finden oftmals nur schwer den idealen Mittelweg zwischen Smartphone und Tablet. Die meisten großformatigen Geräte, die dank Leistungsumfang und Displaygröße bereits zu den Phablets zählen, fallen durch hohes Gewicht oder unpraktische Gehäuseformate auf. Das Fonepad Note 6 von Asus konkurriert dagegen stark mit den Spitzenreitern aus dem Hause Samsung. Die Auswahl an Herstellern und Modellen ist enorm gestiegen, so dass für jedes Portemonnaie und jeden Bedarf das passende Gerät zu finden ist.

Apple zieht nach:

Der renommierte Hersteller Apple, sonst zielsicher auf der Fährte eines neuen Trends, ließ, was die Entwicklung von Phablets angeht, auf sich warten. Während die Displays der Konkurrenz ständig wuchsen, blieben die iPhone-Touchscreens im direkten Vergleich eher zierlich. Doch auch Apple kann sich diesem Trend nicht mehr widersetzen. Im September 2014 sollen demnach die ersten Phablets des Smartphone-Riesen präsentiert werden (iPhone 6).

Über 

Thilo ist Apple-Fan und Gründer von Techdiary.de. Als technikbegeisterter Blogger ist er immer engagiert, wenn es um Smartphones, Tablets, Gaming und Co. geht. Nebenbei schreibt er auch für andere Online-Magazine.

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