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Was ist ein vServer und was macht man damit?

Filed in Anleitung, Hardware by on 9. Dezember 2013 0 Comments

vServer VPSBestimmt habt ihr schon einmal von Web-Servern gehört und dass diese Hightech-Geräte die elementaren Bausteine unseres Internets sind. Doch was sind “vServer”, was “VPS”, was ist ein “Host” bzw. “Shared-Hosting” und wofür braucht man das alles? Diesen Fragen werde ich heute auf den Grund gehen.

Die Vorteile von vServern und VPS

In diesem Artikel soll es vorrangig um vServer und deren Vorteile gehen. Dafür muss zunächst erklärt werden, was man sich unter vServern vorzustellen hat. “vServer” steht für “virtual Server”, also einen Server auf virtueller Basis. Die Hardware des vServers existiert nicht real in der angegebenen Form, sondern wird von dem übergeordneten Host (das ist der physische Server) je nach Anforderung bereitgestellt.

Das System kann man sich in etwa wie einen Wohnblock (Host) mit mehreren kleineren und größeren Wohnungen (vServer) vorstellen. Der gesamte Block hat eine bestimmte Wohnfläche (Maximalleistung des physischen Servers) und kann diese auf die verschiedenen Wohnungen aufteilen. Ein Interessent benötigt für seine Belange vielleicht nur eine 2-Zimmer-Wohnung, der andere hat Familie und braucht mindestens 4 Zimmer. Für den Wohnblock ist das kein Problem, solange seine Wohnfläche nicht komplett aufgebraucht und alle Zimmer belegt sind. Letztlich wohnen dann zwar alle Wohnungsbesitzer im selben Haus, jedoch unabhängig voneinander in unterschiedlichen Wohnungen. Sämtliche Vorgänge laufen in jeder Wohnung gesondert ab. Dieses Alltagsbeispiel lässt sich gut mit der Bereitstellung von mehreren vServern auf einem Host vergleichen. Das System nennt man “Virtualisierung”.

Virtualisierung bringt gegenüber konventionellen Servern deutliche Vorteile. Die Ausfallquote kann sehr einfach stark reduziert werden, die Verfügbarkeit steigt, man ist flexibel und das gesamte System lässt sich zentral von einem Punkt aus steuern. Angewandt auf unser Beispiel gelten auch beim Wohnblock diese Vorteile. Würde man den Block nicht in mehrere einzelne Wohnungen aufteilen, müssten alle Bewohner auf einer großen Wohnfläche miteinander leben, die selben Sanitäranlagen benutzen, im gleichen Bett schlafen etc. – und das hört sich nicht gerade produktiv an, oder?

Das Problem ist nur, dass ein Host, der viele vServer zur Verfügung stellen kann, nicht gerade billig ist und darüber hinaus die wenigsten Privatanwender oder Kleinunternehmer eine solch große Leistung für sich alleine benötigen.

Die Lösung: VPS (Virtual Private Server)

Wer sich als kleiner Unternehmer keinen eigenen Host, also einen dedizierten Server leisten kann und flexibel das Hosting-Paket ändern möchte, sollte sich nach einem VPS (Virtual Private Server) umsehen. Diese vServer werden von einem Drittanbieter gestellt. Das heißt man mietet den Server für begrenzte Zeit und muss sich keine Gedanken um die Administration des Hosts geschweige denn die hohen Hardware- und Softwarekosten machen. Als Wohnungsmieter muss man schließlich auch nicht den Job des Hausmeisters übernehmen.

Ein privater vServer von z.B. contabo.de ist zudem für Websitebetreiber sehr sinnvoll. Je umfangreicher der Webauftritt wird und je mehr Besucher gleichzeitig auf die Website zugreifen, desto höher werden auch die Anforderungen an den Server, auf dem die Website läuft. Ab einem bestimmten Punkt kann ein Projekt, das auf einem Shared-Hosting-Paket basiert, diese Trafficlast nicht mehr ohne massive Geschwindigkeitseinbußen tragen oder wird ganz in die Knie gezwungen. In diesem Fall muss so schnell wie möglich ein eigener Server her. Denn bei Shared-Hosting teilt man sich, wie der Name schon sagt, seinen Server mit mehreren anderen Nutzern, was zu Problemen führt, wenn die Anforderungen zu groß werden. Diese Situation ist mit dem nicht in Wohnungen aufgeteilten Wohnblock vergleichbar.

Häufig lohnt es sich deswegen auf einen “Virtual Private Server” aufzurüsten, auch wenn das etwas teurer ist. Denn man hat mehr Leistung, mehr Möglichkeiten und eine hohe Zuverlässigkeit.

Über 

Thilo ist Apple-Fan und Gründer von Techdiary.de. Als technikbegeisterter Blogger ist er immer engagiert, wenn es um Smartphones, Tablets, Gaming und Co. geht. Nebenbei schreibt er auch für andere Online-Magazine.

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