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Innere Werte – Darauf kommt es bei einem Spitzen-Smartphone an

Filed in Hardware, iPhone, Smartphones, Testberichte by on 17. Juli 2013 0 Comments

smartphone-spezifikationen-vergleichIm Jahr 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone in seinen Händen. Es kam einer Revolution gleich, denn nicht nur, das Apple ein eigenes Telefon entwickelt hatte, die Funktionen dieses Telefons läuteten eine neue Ära einer Geräteklasse ein – die Smartphones. Heute kann sich Apple diese revolutionäre Entwicklung kaum noch für sich alleine verbuchen. Trotz Unmengen von Patenanmeldungen, Klagen und Rechtsstreitigkeiten haben sich die Konkurrenzunternehmen, allen voran Samsung einen Teil dieses Technikkuchens abgeschnitten. Vielmehr noch. Samsung verkauft mehr Geräte als Apple, was aber zuletzt nicht nur an der Smartphone Vielzahl aus südkoreanischer Herstellung liegt. Apple veröffentlichte bislang immer nur ein Smartphone, das iPhone. Die Konkurrenten hingegen bringen in diesem Zeitraum immer mehrere Modelle auf dem Markt.

Worauf kommt es beim Smartphone an?

Dieses erfolgversprechende Konzept beschert den Interessenten eine große Auswahl, die oftmals auch überzeugen kann. Das iPhone beschreibt dabei ein Stück Technik der Extraklasse. Die Materialien sind qualitativ hochwertig, die Technik stets auf dem neuesten Stand. Doch besonders bei diesen Faktoren versuchen Hersteller wie: Samsung, Nokia oder auch HTC zu Punkten. Mit jedem neuen Smartphone Modell werden Rekorde gebrochen und Superlativen geschaffen. Doch bei welchen Komponenten können die Hersteller wirklich Punkten? Lingodeal wagt einen Blick über das Apple Imperium hinaus und hat dabei drei potenzielle iPhone-Killer genau unter die Lupe genommen.

In der Vergangenheit präsentierte Apple auf den Keynotes die neuen Überflieger, egal ob, Musikplayer, Mac Computer oder eben das Smartphone. Bislang orientierten sich die Konkurrenten nach diesen Vorgaben, alleine Samsung drehte dann in jüngster Vergangenheit den Spieß um und präsentierte erstmals einen Galaxy Nachfolger noch vor einem neuen iPhone. In welchen Kategorien sich die Mitbewerber die Kräfte messen, gibt es hier zu erfahren.

Die Spezifikationen der Smartphones im Vergleich

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Material

Das neue “Supermaterial” beim Smartphonegehäuse ist Metall. In den üblichen Fällen Aluminium. Apple führte dieses hochwertige Material mit dem iPhone 5 auf den Markt ein. Inzwischen fertigen auch Hersteller wie HTC und Nokia ihre jeweiligen Spitzenprodukte aus diesem Material. Ein Vorteil ist dabei selbstverständlich die Stabilität, des Gerätes. Es sieht sehr schick aus und fühlt sich auch sehr hochwertig an. Ein Problem dabei, die Geräte lassen sich nur noch in wenigen Fällen eigenständig öffnen. Akkus und Speichereinheiten sind daher auch meist fest verbaut und lassen sich nicht mehr selbst austauschen. Hier beschreibt Samsung eine Ausnahme. Die Koreaner setzen weiterhin auf Kunststoffgehäuse bei den Galaxy Smartpones. Das wirkt zwar nicht so edel, bietet aber die genannten praktischen Vorteile bei der Handhabung und beim Austausch von Einheiten.

Bildschirm

Apple verbaute beim iPhone bis vor der aktuellen Generation ein Display mit 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale. Hier setzten einige Konkurrenten an und veröffentlichen Geräte mit 4,5 Zoll und mehr. Samsung bringt mit dem Samsung Galaxy S4 sogar 4,99 Zoll auf das Display und  dominiert seit dem Galaxy Note N7700 eine neue Kategorie, Phablet genannt. Dabei mischen sich die Kriterien von Smartphone und Tablet zu einem Produkt. Apple hat sich diesem Trend bislang widersetzt. Zwar verfügt das iPhone 5 auch über ein größeres Display mit 4 Zoll, bleibt dabei aber deutlich unter den Rekordversuchen der Mitbewerber.

Display-Auflösung

Das iPhone-Display mit Retina-Auflösung setzt immer noch Maßstäbe. Auch wenn andere Geräte ebenfalls mit einer solch hohen Auflösung und sogar mit einer höheren Pixeldichte (ppi) dienen können, die Farbbrillanz und Schärfe von Retina ist beispiellos. Besonders bei den Schwarz- und Weißwerten setzt sich das Retina-Display von den Super-AMOLED-Displays ab. AMOLEDs können aber mit knapp besseren Kontrasten und teilweise höherer Auflösung punkten.

Prozessor und Akku

Auch bei diesem Punkt versuchen sich viele Hersteller im Wettrüsten. Das Samsung Galaxy hat tatsächlich einen Quadcore Prozessor mit 1,9 GHz verbaut. Ein Wert, der bei einem Smartphone nicht wirklich zu bahnbrechenden Resultaten führt. Solch eine Aufrüstung mag zwar zukunftssicher sein, bringt nur wenig, wenn der Hersteller Jahr um Jahr neue Rekordmarken brechen will und Nachfolgegeräte mit noch mehr Power veröffentlicht. Apple setzt hingegen auf einen Dual Core Prozessor, den A6, und dieser hängt in unterschiedlichen Benchmark-Tests die Konkurrenz noch immer ab. Selbstverständlich verlangen solche hohe CPU Auslastungen viel Power und die kommt vom eingebauten Akku. Ein Kritikpunkt gegenüber dem südkoreanischen Modell ist daher auch die Akkuleistung hinsichtlich Laufzeit.

Speichereinheiten

Wie auch schon aus den Vorjahren bietet das Unternehmen aus Kaliforniern das iPhone mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten an, das sind 16,32 und 64 GB. Ein Aufrüsten mit separater Speicherkarte ist bei Apple nicht möglich. Ein ganz großer Punkt, der vielen Interessenten und Kritiken nicht gefällt. Aber auch andere Hersteller wie HTC oder Nokia verbauen inzwischen feste Speichermodule, die sich auch nicht erweitern lassen. Hier wieder ein Punkt Richtung Samsung. Auch heute ist die Speichererweiterung bis auf insgesamt 128 GB dank externer Mikrospeicherkarten möglich. Damit Arbeitsprozesse flüssiger ablaufen, verfügen die Spitzenmodelle RAM-Einheiten von 1-2 GB Größe.

Foto- und Videokamera

Die aktuellen Geräte trumpfen auch bei diesen Features ganz groß auf. Auch hier zählen leider auch oft nur Rekordwerte hinsichtlich Megapixel Auflösung. So verfügen einzelne Modelle Werte jenseits der sonst üblichen 8 Megapixel. Dabei können die relativ kleinen Sensoren in einem Smartphone gar nicht so hoch aufnehmen wie es die technischen Angaben vermuten lassen. Einen Mehrwert bieten schon eher Software Funktionen wie Panorama Aufnahme oder Serienbilder, die bewegliche Motive ablichten können. Ein Nachteil, welchen die meisten Smartphone Kameras gegenüber den “normalen“ Digitalkameras haben, ist das fehlende optische Zoomen mit Objektiven, das wirkt sich dann auch bei Videoaufnahmen aus.

Betriebssystem

Die beiden bekanntesten und meist genutzten mobilen Betriebssysteme sind Google Android und iOS von Apple. Beide Systeme haben Vorteile wie auch Nachteile, hier sind oftmals ganz persönliche Vorlieben entscheidend. Pauschal gesagt bietet iOS mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, während Android offener ist und auch das Installieren von Software durch Drittanbieter zulässt. Aber auch Windows Phone ist auf Vormarsch und erfreut sich steigender Beliebtheit. Wie es aber mit einem weiteren OS aussieht, nämlich dem von Blackberry ist schwer zu beurteilen. Das kanadische Unternehmen steckt aktuell in einer schweren Krise. Ob es sich davon erholen kann, bleibt abzuwarten. In den Startlöchern befinden sich noch zwei weitere Systeme: Firefox und Linux-Ubuntu.

So unterschiedlich die einzelnen Smartphones und Betriebssysteme auch sind, sie bieten den jeweiligen Nutzern ein breites Spektrum an mobilen Möglichkeiten. Die Entscheidung für oder gegen einen Hersteller bleibt letztendlich und zum Glück Geschmackssache.

Über 

Thilo ist Apple-Fan und Gründer von Techdiary.de. Als technikbegeisterter Blogger ist er immer engagiert, wenn es um Smartphones, Tablets, Gaming und Co. geht. Nebenbei schreibt er auch für andere Online-Magazine.

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