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Handyortung: Geht das überhaupt und wenn ja, legal?

Filed in Anleitung, Hardware, Smartphones, Software by on 12. August 2013 0 Comments

handyortung-handy-ortenDas Thema “Handyortung mit dem Computer” mag vielleicht etwas kontrovers klingen, besonders wegen der aktuellen Überwachungsskandale, aber das ist es gar nicht. Nicht jeder, der von seinem Computer aus ein Handy orten lässt, ist ein eifersüchter Ehepartner oder gar ein Stalker. Handyortung kann durchaus praktische Gründe haben und oftmals sehr hilfreich sein.

Warum und wie werden Handys geortet?

Das Handy ist für viele Menschen in Deutschland ein alltäglicher Begleiter und aus dem Leben vieler nicht mehr wegzudenken. Doch obwohl man das eigene Smartphone wie seinen Augapfel hütet, kann es trotzdem sein, dass es irgendwie abhanden kommt. Und damit ist nicht das Vergessen im Büro gemeint, sondern das ernsthafte Verlieren des Smartphones. An diesem Punkt ist eine Handyortung sehr hilfreich. Andere Szenarien wären ein vermisstes Kind oder Lawinenopfer. Beides kann durch Handyortung gelöst werden. Jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Das Handy, welches man orten möchte, muss:

  • eingeschaltet sein
  • über ein Mobilfunknetz oder GPS verbunden sein

Sind diese Voraussetzungen erfüllt hat man zwei Möglichkeiten das gewünschte Handy zu orten. Entweder man wendet sich an den jeweiligen Mobilfunktbetreiber oder man benutzt spezielle Software. Neben solchen Programmen gibt es von den Smartphone-Anbietern bereits vorinstallierte Ortungsapps (z.B. Find my iPhone). Dort ist, für den Fall eines Diebstahls, auch eine komplette Gerätesperrung eingebaut. Über die IMEI lässt sich jedes Smartphone genau identifizieren und sperren, egal wie oft die Software neu aufgespielt oder die SIM-Karte ausgetauscht wird. Wovon ihr euch fernhalten solltet sind die sogenannten “Partner-Tracker”. Viele von euch kennen bestimmt diese nervigen Pop-Up “Finde deinen Partner und sieh, ob er fremdgeht”-Fenster. Solche “Dienste”, wenn man es denn so nennen darf, sind totaler Humbug und zu nichts zu gebrauchen, außer zum sinnlosen Geld ausgeben. Wenn man schon ein Handy orten möchte, dann auch bei einem seriösen Anbieter mit einer funktionierenden Software. Wichtige Infos dazu gibt es auf Handyorten.org

Doch Vorsicht: Wer “nur zum Spaß” oder zur Privatüberwachung von bestimmten Personen eine Handyortung durchführt, macht sich wohl möglich strafbar. Denn für das Orten von Handys gibt es bestimmte rechtliche Voraussetzungen, welche erfüllt sein müssen, damit eine Handyortung legitim ist.

Rechtliche Voraussetzungen für eine Handyortung:

Geschieht eine Handyortung ohne die Zustimmung des Handybesitzers ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz und dieser wird auch geahndet. Wenn ihr also eifersüchtig seid und euren Partner rund um die Uhr überwachen wollt, fragt ihn doch einfach vorher ;-). Dann steht der Sache nichts mehr im Wege. Die Polizei ist berechtigt jedes Handy ohne die Zustimmung des Besitzers zu orten. Bei verschütteten Lawinenopfern wird ebenfalls nicht vorher nachgefragt, ob man denn das Handy orten darf. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Über 

Thilo ist Apple-Fan und Gründer von Techdiary.de. Als technikbegeisterter Blogger ist er immer engagiert, wenn es um Smartphones, Tablets, Gaming und Co. geht. Nebenbei schreibt er auch für andere Online-Magazine.

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