Browservergleich 2013: Chrome, Firefox, Safari und Co. im Test | Techdiary.de | Das Technikportal rund um Smartphones, Tablets und Co

Browservergleich 2016: Chrome, Firefox, Safari und Co. im Test

Filed in Software by on 21. Mai 2016 1 Comment

Browservergleich-browsertest-2013(JG) Trident, WebKit oder Gecko. Schon einmal gehört? Dies sind alles sogenannte Web Engines, die deinen Lieblingsbrowser antreiben. Welcher Browser welchen Engine verwendet und welcher Browser somit der “Beste” für dich ist, erfährst du bei uns im Browservergleich. Wir vergleichen die berühmtesten Browser, von denen du sicher auch einen verwendest, sprechen aber auch einige etwas unbekanntere, ebenfalls sehr gute Browser an.

Was sind Vor- und Nachteile von Firefox, Chrome, Microsoft IE, Safari, oder Exoten wie Lunascape und Opera?

Google Chrome auf dem aufsteigenden Ast:

Sehen wir uns erst einmal die verbreitetsten Browser an. Der aktuell meistverwendete Browser ist Google Chrome, mit 33% aller getätigten Seitenaufrufe in den letzten Wochen. Das liegt mit unter auch daran, dass Chrome auf immer mehr mobilen Geräten vorinstalliert ist.

Chrome glänzt mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit, einer großen Erweiterbarkeit und der Anbindung an alle weiteren Google Produkte.
Surft man z.B. daheim mit Chrome auf einer Seite und wechselt dann auf den mobilen Chrome Browser, so sind die verwendeten Tabs sofort bereitgestellt. Auch gespeicherte Passwörter und ähnliches werden automatisch übertragen. Wenn man sich diese Tatsache genauer vor Augen führt, kann sich das auch recht gruselig anhören. Denn so müssen alle Passwörter ja zwingend den Weg über einen Google Server nehmen. Soviel zum Thema Nachteil von Chrome. Chrome verwendet das WebKit, das unter anderem von Google und Apple weiterentwickelt wird. Der Aufbau und die Verwendung vom WebKit macht den Google Browser zu einem der schnellsten überhaupt. Der Browser ist mittlerweile für Windows, Mac und Linux sowie für iPhone und Android verfügbar. Erweitert wird Chrome mit den im Chrome Web Store erhältlichen Extensions. Ein Entwicklerteam hat sich den Browser mal vorgenommen und eine Version geschrieben, die weniger “nach Hause” telefoniert, sie nennt sich SRWare Iron und ist kostenlos auf Chip.de oder auf der Hersteller Seite verfügbar.

UPDATE:

Google Chrome 28 läuft jetzt offiziell unter der neuen WebEngine “Blink”. Sie soll den Browser noch einmal um 10 Prozent schneller machen.

Der brennende Fuchs verliert Nutzer:

Früher der Spitzenreiter der Browser war Firefox, seine Statistiken gehen aber mittlerweile auch langsam zurück, was ich persönlich sehr schade finde.

firefox-logo

Die wichtigsten Merkmale von Mozilla’s Firefox sind ebenfalls Geschwindigkeit, Sicherheit und Erweiterbarkeit. Firefox ist ein OpenSource Projekt. Das bedeutet, dass die Programmierarbeit hinter dem Browser offen verfügbar ist und auch anderweitig verwendet werden darf. Somit gibt es natürlich eine riesige Gemeinde, die stetig an der Verbesserung von Firefox arbeitet. Der Browser arbeitet mit dem Web Engine Gecko, die ursprünglich von Netscape entwickelt wurde, jetzt aber fast ausschließlich von Mozilla, dem Hersteller von Firefox unterhalten wird. Der für Windows, Mac, Linux und Android erhältliche Browser verfügt auch über eine sehr gute Erweiterbarkeit. Somit können fast beliebig Funktionen hinzugefügt werden.

Sicherheit ist beim Firefox sehr wichtig. So gibt es einige Hilfsmittel, um im Internet nicht versehentlich ungewollte Spuren zu hinterlassen. Auch die Einstellungen des Browsers fallen recht umfangreich aus. Für Entwickler hat Firefox natürlich auch Einiges an Board. Meiner Meinung nach ein Browser, der unter den Besten bleiben sollte.

UPDATE:

Mozilla ist derzeit dabei eine eigene WebEngine namens “Servo” zu entwickeln und wird sich zukünftig von Gecko trennen. Somit wird sich Servo an “Blink” von Google messen müssen.

Internet Explorer von Microsoft:

Ein weiterer Browser der demnächst massiv an Bedeutung verlieren könnte, ist der Internet Explorer, das liegt an häufig auftretenden Kompatibilitätsproblemen. So interpretiert der Web-Engine vom Internet Explorer eine Webseite oft sehr viel anders als die anderen.

Internet-Explorer-browservergleich

Da der Browser beim Microsoft Betriebssystem Windows bereits vorinstalliert ist haben die weniger IT-gewandten Nutzer sich nicht die Mühe gemacht, einen anderen Browser zu wählen und haben sich mit dem Internet explorer zufrieden gegeben. Da sich heut zu tage immer mehr Nutzer intensiver mit ihrem Rechner auseinandersetzen kommen sie mit der Zeit auch darauf einen anderen Browser zu verwenden, somit rückt der Internet Explorer auch langsam die Rangliste herunter. Auch werden in Zukunft immer mehr mobile Geräte zum Surfen verwendet werden und hier hat nicht Microsoft die Nase vorne. Zum Browser an sich gibt es wenig zu sagen. Er bietet leider nur eine geringe Erweiterbarkeit, keine gute Kompatibilität und ob eine intuitive Nutzung aller Möglichkeiten gewährt ist, liegt im Auge des Betrachters. Leider gibt es den Browser nur für Microsoft eigene Betriebssysteme.

Auf Safari gehen mit Apple:

Nun zu einem Browser der mit den Macs kam, Apples “Safari”. Zuerst nur für die Mac Welt verfügbar, gibt es den Browser nun schon seit längerer Zeit auch für Windows.

Bei Safari handelt es sich wieder um einen sehr guten Browser. Er vereint Geschwindigkeit, Benutzerfreundlichkeit und eine hochwertige Ausstattung in allen Bereichen. Verfügt aber leider nur über eine eingeschränkte Erweiterbarkeit. Safari arbeitet wir Google Chrome auch mit dem WebKit, woraus eine hohe Geschwindigkeit resultiert. Optional lässt sich ein Entwicklerbereich aktivieren, der wirklich sehr umfangreich ausfällt. Das Design ist wie von Apple gewohnt sehr minimalistisch gehalten, mit schönen 3D-Effekten und die Bedienung erfolgt weitestgehend intuitiv. In Kombination mit weiteren Apple Geräten, die auch Safari verwenden, kann man ebenfalls offene Seiten auf das Handy übertragen lassen und mobil weitersurfen. Diese Funktion nennt sich iCloud-Tabs und vereint die geöffneten Tabs aller Macs, iPhones und iPads in einer geordneten Liste, was sehr praktisch sein, kann wenn man mal einen Tab am Mac “vergisst”.

Was ist eigentlich Opera?

Opera-logo

Opera, ein Browser den nicht alle kennen, der aber meiner Meinung nach populärer werden sollte. Er ist hauptsächlich unter Webdesignern bekannt, da er sehr viele Hilfen bereit stellt, die durchaus hilfreich sind. Opera hat einen BitTorrent Client sowie ein Phishing Schutz integriert. Tabs lassen sich beliebig anordnen und in Sessions speichern. Auch Opera Synchronisiert Tabs, Lesezeichen und Chronik mit dem mobilen Apps. Für die Geschwindigkeit bringt Opera eine Hardwarebeschleunigung sowie eine sehr ausgereifte Zwischenspeichermethode für statische Inhalte mit.

Zur Sicherheit: Opera warnt dich wenn du eine potentiell gefährliche Seite besuchst und du Angst um deine Daten und Passwörter haben solltest, dabei kann man für jede Seite sein eigenes Profil hinterlegen und somit noch einmal für Sicherheit sorgen. Mit den vielen Erweiterungen wird Opera zum Web-Allrounder. Alle Technologien wurden auf den neuesten Stand gebracht, so sind nun HTML5, CSS3 sowie HTTPS und TLS mit neuen Versionen dabei. Was eventuell für Trackpad-Nutzer von Interesse ist, ist die Gestenunterstützung im Browser.

Lunascape? Schon mal gehört?

lunascape-browser-vergleich

Zuletzt möchte ich noch den sehr unbekannten aber doch höchst interessanten Browser Lunascape ansprechen. Wie du mitbekommen hast, arbeiten alle aufgeführten Browser mit einem Kern – dem Web-Engine. Nun das mach Lunascape aus. Er verwendet 3 Engines und kann somit Webseiten aus 3 Blickwinkeln betrachten. Enthalten sind Gecko vom Firefox, das WebKit von Chrome und Safari und Trident vom Internet Explorer. Somit ist Lunascape der weltweit erste Triple-Engine Browser. Er ist sehr einfach aufgebaut, macht aber eine super Job. Momentan ist Lunascape nur für Windows (als Triple-Engine) und für iPhone, iPad und Android verfügbar. Geplant ist aber noch eine Mac OS X Version. Wer sich momentan nach neuen, alternativen Browsern umsieht, sollte Lunascape unbedingt einmal ausprobieren.

Fazit:

Jeder Browser hat seine Vor- und Nachteile. Somit fällt auch unser Browservergleich eher neutral aus. Naja, abgesehen vom Internet Explorer, den ich momentan niemandem anbieten würde. Jeder sollte selbst entscheiden, was er mit seinem Browser machen möchte und dementsprechend den Passenden auswählen. Eventuell sollte man auch einfach mehrere Browser herunterladen, diese über mehrere Wochen testen und dann entscheiden. Es kostet schließlich niemanden etwas und das wird auch so bleiben.

Über 

Johannes unterstützt Techdiary.de mit kundigem Fachwissen und viel Leidenschaft, und kümmert sich dabei hauptsächlich um alles hinter den Kulissen der Webseite, wie Verwaltung und Wartung von Techdiary.de.

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Comments (1)

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  1. Peremptor sagt:

    Man sollte noch Links hinzufügen, wo man den jeweiligen Browser von der Hersteller-Homepage herunterladen kann (naja, beim IE kann man sich das ja schenken).

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